GEBRAUCHTE SOFTWARE FÜR UNTERNEHMEN

1. SAM Circle in Wien

Am 17. Mai 2017 trafen sich ca. 50, österreichweit tätige, Lizenzmanager aus unterschiedlichen Branchen zum 1. SAM* Circle seiner Art in Österreich, in der ÖBB „Skylobby“ beim Hauptbahnhof.

Initiiert & gehostet wurde das Event von Frau Navid (Lizenzmanagerin ÖBB-BCC). Unter den Teilnehmern waren signifikante Größen der Privatwirtschaft, Vertreter des Bildungsbereiches, bis hin zu „klassischen“ öffentlichen Unternehmen vertreten.

Der SAM Circle wurde von dem neuen CIO Marcus Frantz der ÖBB eröffnet mit dem Impuls, wie wichtig solche Initiativen sind, um sich am Markt entsprechend zu positionieren.

„Wir stehen vor der Herausforderung, dass Software-Hersteller laufend Ihre Lizenzbedingungen ändern und die Art der Bereitstellung. Zusätzlich haben Cloud-Produkte verbunden mit dem Zauberwort „Digitalisierung“ die Landschaft verkompliziert. Aus diesem Grund ist ein professionelles und umfassendes Software-Lizenzmanagement als interne Kompetenz essentiell.“

Oberstes Ziel des neu gegründeten Zirkels ist der gemeinsame Erfahrungsaustausch auf fachlicher Ebene sowie die Stärkung der Position jedes einzelnen Mitgliedes gegenüber Software-Herstellern und deren Auditoren.

Als erster externer Referent hatte die Lighthouse Alliance, vertreten durch Markus Oberg, zum Thema Software-Audits referiert. Dabei handelt es sich um eine Plattform für den Erfahrungsaustausch von Software-Audits jeglicher Hersteller. Die Teilnehmer hatten mit Interesse den Vortrag verfolgt, da Software-Audits keine Ausnahme mehr sind, sondern eher die Regel.

Neben dem Thema Software-Audit stand das Thema Gebrauchtsoftware im Fokus des 1. SAM Circle in Österreich. Warum? Spätestens mit dem EUGH-Urteil im Jahre 2012 und nachgelagerten Gerichtsentscheidungen besteht Klarheit darüber, dass Software-Lizenzen unter bestimmten Bedingungen in Europa weiterverkauft bzw. gehandelt werden dürfen. Die hiermit verbundenen erheblichen Kosteneinsparungen durch den Ankauf als auch mögliche Ertragsquellen durch den Verkauf von Microsoft-Volumenlizenzen (MS-Volumenlizenzen) waren für alle Anwesenden sehr interessant. Die Firma ReLicense AG, vertreten durch Stefan Buschkühler (Mitgründer/ VP Channel and Customer Relations) und Alfred Girr (Vertrieb Großkunden DACH/ Manager Market Development), wurde von Frau Navid eingeladen ihr transparentes Geschäftsmodell zur Übertragung von „gebrauchten“ MS-Volumenlizenzen in Europa den interessierten Teilnehmern vorzustellen.

Warum die ReLicense AG?

Seit Unternehmensgründung im Jahre 2008 besticht die ReLicense AG durch auditsichere transparente Übertragungen ausschließlich von MS-Volumenlizenzen aus zweiter Hand in Europa und ist in der Sache unbeanstandet von Microsoft, worauf im Verlauf des Vortrages auch Deloitte ebenfalls Stellung bezogen hat. Der USP der ReLicense AG in Europa ist, dass ohne Diskussion bei Kauf die erforderlichen Nachweise dem Käufer offengelegt werden sowie Microsoft Irland durchgehend über jede Lizenzübertragung (Offenlegung der entsprechenden Lizenzkette) in Europa seit Unternehmensgründung informiert wird. Letzteres ist zwar keine Pflicht, aber eine Selbstverständlichkeit für die ReLicense AG um Transparenz zu schaffen sowie jegliches Risiko einer Nichtanerkennung von Lizenzübertragungen zu vermeiden. Im Detail wurde seitens Deloitte vorgestellt, dass „Lizenzübertragungen aus dem Zweitmarkt dann immer berücksichtigt werden, wenn diese vorab durch Microsoft anerkannt worden sind. Die Anerkennung erfolgt in der Regel, wenn ein EUGH-konformer und transparenter Prozess implementiert ist. Ein derartiger Prozess ist offensichtlich bei der ReLicense AG implementiert, da bis dato Lizenzübertragungen erfahrungsgemäß in Europa nicht zur Diskussion standen.“

Verkaufen kann jeder, aber auditsicher übertragen offensichtlich nicht erläuterte Stefan Buschkühler. Vielen potentiellen Kunden ist unklar, dass es keine Gutgläubigkeit bei Kauf von Urheberrechten gibt. Dumping-Preise oder Notar-Testate, TÜV-Zertifikate oder validierte Prozesse sollten per se hinterfragt werden.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hatte sich in einem nachgelagerten Vortrag dem Thema Software-Audit gestellt und Einblicke in die operative Tätigkeit eines Software-Auditors gegeben. Im Detail ist die Funktion des externen Auditors die Erstellung einer nachvollziehbaren und transparenten Lizenzsituation (Lizenzbilanz) („zählen, messen, wiegen“) sowie die Dokumentation unterschiedlicher Auffassungen zur evaluierten Lizenzsituation. Positiv war für alle Anwesenden, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, vertreten durch Wolfgang Schuster und Philipp Stollsteimer, sich der Diskussion gestellt hat sowie offen auf Fragen und kritische Äußerungen eingegangen ist. Das Feedback der Teilnehmer sowie Anregungen zu dem Audit-Workflow hatten die Vertreter von Deloitte aufgenommen und werden dieses Feedback entsprechend intern besprechen zur Optimierung der Prozesse.

Wolfgang Schuster stellte in seinem Vortrag zusätzlich die essentielle Bedeutung eines tiefgreifenden Lizenzmanagement Know-How´s, speziell auch in einer Auditsituation, heraus und verwies dabei auf die Deloitte SAM Academy. Die international aufgestellte Academy vermittelt für alle relevanten Themengebiete ein fundiertes Fachwissen, das den Schulungsteilnehmern die Möglichkeit gibt, das Erlernte in die Einführungsprojekte zu adressieren und erfolgreich umzusetzen. Die Deloitte SAM Academy verfügt auch in Österreich (Wien) über einen Trainingsstandort.

Begleitet wurden alle externen Referate von Frau Dr. Irene Binder, eine im IT-Recht versierte Rechtsanwältin. Sie begleitet ebenso Audits, aber auch Vertragsverhandlungen und Projekte mit viel Know How und mehrjährigen Erfahrungen in Bezug auf Software Hersteller.

„Der SAM-Circle hat einen interessanten Austausch an Erfahrungen zum Thema „Audit“ gebracht. Spannend war, die Sichtweise der Auditoren von Deloitte, losgelöst von einer konkreten Auditsituation, kennenzulernen. Besonders hervorzuheben ist die Präsentation von ReLicense über den Handel mit gebrauchten MS-Lizenzen, der bereits nach einem transparenten, auch von Microsoft akzeptierten Standard-Prozedere abläuft.“

Schlussendlich war zu bemerken, dass die meisten Zirkel-Teilnehmer mit vergleichbaren Pain-Points kämpfen und sich ähnlichen Herausforderungen wie z.B. der fehlenden Management Awareness stellen müssen.

Persönliche Eindrücke:

„Eine unglaublich wertvolle Initiative/Plattform, die Frau Navid hier ins Leben gerufen hat! Es wird u.a. jedem einzelnen Teilnehmer ermöglicht, in der komplexen Thematik des Lizenzmanagements, mit Gleichgesinnten (branchenübergreifend) zu diskutieren. Ich freue mich schon darauf, neue Impulse in die Gruppe zu schicken, als auch für unsere Organisation aufzunehmen.“

„Aus meiner Sicht war der erste Termin sehr spannend und interessant. Spannend dahingehend, weil man von den anderen erfahren konnte, auf welchen Level sie sich im Lizenzmanagement derzeit bewegen und welche Erfahrungen mit Tools bis dato gemacht wurden. Die Location war natürlich perfekt. Die Vorträge interessant, auch wenn manchmal zu langatmig – aufgrund vieler Zwischenfragen – (z.B. beim Deloitte Vortrag). Allem in allem ein gelungenes 1. Treffen.“

„Mein Eindruck war ein sehr guter. Vor allem wichtig war das Gefühl, ich bin nicht allein, es gibt noch andere, die verstehen, dass die Aufgabe wichtig ist und die mit den gleichen Problemen kämpfen und mit denen ein objektiver Austausch möglich ist.“

„Die Veranstaltung umspannte den Bogen vom Lizenzmanagement bis hin zu Audits, war informativ, interessant und lebendig, und daher hervorragend besucht. Es fanden nicht nur Vorträge statt sondern auch interaktive Sessions, beispielsweise mit Auditoren.“

Das Resümee zur Veranstaltung war eindeutig. Bei allen Teilnehmern und der Planerin des Events Frau Hirsa Navid herrschte Einigkeit darüber, dass die Entscheidung, eine gemeinsame Veranstaltung in Österreich zu schaffen, goldrichtig war.

Die weiteren Zirkel-Treffen sind quartalsweise geplant. Während der nächste Termin wieder bei der ÖBB abgehalten wird, ist ein weiterer SAM Circle bereits Ende 2017/Anfang 2018 im T-Center, geplant.

*SAM: Software Asset Management = Die Erfassung und Verwaltung von installierter Software, sowie gekauften Software-Lizenzen.

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